hier ist der teuere PR-Autor, der kompromisshaft Dubstep für ein breiteres Publikum veröffentlicht (aber gleichzeitig die Absicht hat, elektronische Musik neu zu definieren), aber dazu nachgelassen hat.
So...
Ehrlich gesagt wusste ich am Anfang nicht ganz, was hier zu antworten. Wen man ein indie Label betreibt, bekommt man aber fast nichts negatives. Das Publikum bei Konzerten ist immer enthusiastisch, und Leute schreiben eher selten Emails, um sich zu beschwerden. Also los: statt zu sagen, dass ihr euch irrt, möchte ich gern verstehen, was alles ganz schlecht mit Ad Noiseam für euch lauft.
Zum Thema PR Text: Ich weiss, dass manche Zuhörer nur ein Pressetext wie "Quadratisch. Praktisch. Gut" sich wunschen würden. Es ist aber tatsächlich wichtig für die Presse und für teil des Publikum, längere, komplizierte Texte zu haben. Ja, dieses Text ist nicht genau, wie ich mündlich dieses Album beschreiben würde. Aber zum Mindenst enthält es nicht die übliche Klischee ("he's been writing music since his childhood bla bla bla". Wie sollte es, für euch, besser sein? Ich bin offen für Kritik.
Sampler16 Ich kann dir versprechen, dass wir kein Kompromiss mit der Musik machen. Wenn wir es machen würden, hätten wir mehr Bands bei großen Festivals, mehr Erfolg mit dem Mainstream, und einfach mehr Mitteln (für teuere PR-Autoren). Ich finde auch nicht, dass Oyaarss was mit Dubstep und Emo zu tun hat. Das hier ist Dubstep und Emo: https://www.youtube.com/watch?v=aCSb3vj1WUo
Nichts alles, was langsam ist, ist dubstep.
Okay, ich lag daneben. @Topic: Ich bin halt ein wenig genervt von solch überschwänglichen Promo-Texten, weil ein gewisser Teil meines Jobs seit nem Jahrzehnt daraus besteht, die Infos aus solchen Jubelarien herauszuziehen. Bei Multimillionen-Produktionen wie Spielen ist das ja gängig und teilweise verständlich, aber mich wundert's, dass das mittlerweile auch so sehr bei eigentlich undergroundig angehauchten Musiklabels Einzug hält.
Ich habe auch meine Probleme mit der Schreibe um elektronische Musik.* Da springt für mich selten ein Funke über. Mag vielleicht auch mit daran liegen, dass man bei erklärter Grenzen-/und Stilfreiheit einfach kein Vokabular mehr zur Verfügung hat, um etwas zu beschreiben, ohne vorbelasteten oder missverständlichen Wortschatz zu benutzen. Oder die Schreiberlinge sind einfach lahm und eher käuflich...
Als es noch Zeitschriften und Fanzines gab, konnte ich auf Reviews hin bedenkenlos Platten kaufen und wusste, was mich erwartet. War aber hauptsächlich auch Metal und Grufie-Zeugs. Da sind Pressetexte und Slogans für mich nach wie vor einigermaßen schlüssig.
Nur eben die elektronische Musik - das wirkt bei den wenigsten stimmig.
Projekt X bringt ein neues Album heraus, das 8. oder 10., und laut Pressetext ist es noch tiefgründiger, noch persönlicher, noch emotionaler als alle zuvor - und man denkt sich nur verwirrt, wo das denn in den 7-8 Tracks und den acht Remixen (einer ist mindestens von Architect oder Hecq) stecken soll und warum die nicht einfach nach dem 5. aufgehört haben.
*das meine ich allgemein, das hat jetzt nichts mit dem Album vom Anfangspost zutun. (muss mal hier Fußnoten ausprobieren. Zu viele Klammern sind doof )
Zitat von minorAls es noch Zeitschriften und Fanzines gab, konnte ich auf Reviews hin bedenkenlos Platten kaufen und wusste, was mich erwartet. War aber hauptsächlich auch Metal und Grufie-Zeugs. Da sind Pressetexte und Slogans für mich nach wie vor einigermaßen schlüssig.
Kann es sein, dass du dich einfach entwickelt hast, und die Sachen jetzt anders siehst, als früher?
the weight poetic atmospheres Born out of cold Latvian winters colossal weight and evocative beauty Rich in emotions which twists the rules of electronic music to give birth to a wide, evocative and deeply humane musical lanscape perfecting extend his musical scope result of this self-rediscovery, born of Riga's cold winters “Something that burns under the ground”, a hidden marsh or forest fire, the concept of a “Zemdega” describes well the flame that burns at the core of Oyaarss's music uplifting conclusion a game of hidden revelations, of subdued emotions and slow transformations. confirms both heavy and atmospheric, distorted yet modern. beauty through transformation.
das sind jetzt mal die Worte, die ich nichtssagend finde.
Zitat von Schwanzylantthe weight poetic atmospheres Born out of cold Latvian winters colossal weight and evocative beauty Rich in emotions which twists the rules of electronic music to give birth to a wide, evocative and deeply humane musical lanscape perfecting extend his musical scope result of this self-rediscovery, born of Riga's cold winters “Something that burns under the ground”, a hidden marsh or forest fire, the concept of a “Zemdega” describes well the flame that burns at the core of Oyaarss's music uplifting conclusion a game of hidden revelations, of subdued emotions and slow transformations. confirms both heavy and atmospheric, distorted yet modern. beauty through transformation.
das sind jetzt mal die Worte, die ich nichtssagend finde.
Da ich Oyaarss und seine Musik kenne und schätze, verstehe ich den Text.
Was du bei Kenntnis reininterpretierst aus positivem Grndgefühl: darum geht es gar nicht.
Darum geht es wohl:
ZitatSchlagwörter sind Wörter oder kurze Phrasen, die benutzt werden, um bestimmte Sachverhalte prägnant und überzeugend mitzuteilen. Da ihrem Gebrauch eine (unbewusste) Überzeugungsabsicht zugrunde liegt, verknappen oder vereinfachen diese Wörter den beschriebenen Sachverhalt oft auf zweifelhafte Weise zugunsten des Wohlklangs und zu Lasten der vermittelten Information. Sie können auch einen schmähenden oder verhöhnenden Charakter haben. Nicht selten übernimmt die betroffene Gruppe im Laufe der Zeit das ursprünglich negative Schlagwort und besetzt es positiv (Bedeutungswandel).
Oyaarss's third album combines...harsh tones of „Bads“ with.... “Smaida greizi nakamiba”. Born.... collaboration with like-minded musicians and authors, it is a work... ... . ....„Zemdega“ is an album..... Two years after the joint releases of his first two albums, Oyaarss presents his first work since his return to Latvia. Besides building a new studio and setting up a new live show featuring live guitars and drums, he has spent his time ... ten new tracks... . “Zemdega” is the result of...collaborations with like-minded artists such as Colin H. van Eeckhout (singer of the post-metal outfit Amenra) or Latvian authors Eduards Aivars and Agnese Krivade. “Zemdega is a word which might be a bit complicated for a non-Latvian speaker”, wrote Oyaarss when he was looking for a title for this new album. his music goes hand in hand with his love for the Latvian's language. Deconstructed melodies, distorted beats and distant voices: from the introductory “cetrvieniba” to the ... conclusion of “Tromboc?ts”, Oyaarss's new album is ... . Oyaarss's third album ... this act's talent for very personal, powerful and original sound. It references metal and industrial music as much as modern classical experimentations and poetry. “Beauty through destruction” is how a reviewer once described Oyaarss; ... .
Zitat von minorAls es noch Zeitschriften und Fanzines gab, konnte ich auf Reviews hin bedenkenlos Platten kaufen und wusste, was mich erwartet. War aber hauptsächlich auch Metal und Grufie-Zeugs. Da sind Pressetexte und Slogans für mich nach wie vor einigermaßen schlüssig.
Kann es sein, dass du dich einfach entwickelt hast, und die Sachen jetzt anders siehst, als früher?
Durchaus. Natürlich. Im Endeffekt bedeutet es bei mir aber, dass ich mir nicht noch ein Synapscape Album für 13 Euro kaufen mag, und auch das x-te Architect od. Iszoloscope od. Black Lung-Album, so schick sie auch aufgemacht sind, löst keine Begeisterungsstürme mehr bei mir aus. Allerdings kaufe/besorge ich mir nach wie vor Fanzines aus dem Punk/HC und Metalsektor, auch und vor allem wegen Plattenbesprechungen, einerseits, und bekomme viele Newsletter von elektronischen Labels per Email andererseits, und da spüre ich schon, was für mich authentischer und irgendwie sympathischer rüberkommt.
naja, ist halt DAS label für leute, die nen soundtrack für ihre schlechten tattos suchen.
!!!
Weitergehend: Alles, was mich im angeblichen el. Underground Richtungsmäßig langweilt, platt und durchgenudelt durchkommt, landet seit gefühlten 10 Jahre ungefähr iwann kurz vor dem Tiefpunkt des kreativen Schaffens bei Ad Noiseam.
Ich bringe hier regelmäßig immer wieder den Vergleich mit Nuclear Blast, dem Sellout Metallabel der 90er Jahre und ich prognostiziere, dass die meisten Acts, sobald sie bei Ad N releasen, nur noch belanglose Scheiße rausbringen. Ich kenn seit langer Zeit nicht ein einziges Album bei Ad N. dass ich ansatzweise gut finde.
Beispiele: igorrr (war vorher hammer, seit er dort releast, nix neues im Westen und im Kreis drehen ist maßlos untertrieben), Outside Agency, 2 Methyl, kP, was du den Artist für Bedingungen aufhalst oder ob es Zufall ist, aber jedesmal sobald Artists anfangen, bei AD N. zu releasen, kommt spätestens nix spannendes mehr.
Früher fand ich mal Tarmvred, Antigen Shift, Larvae und Cdatakill gut, aber das ist, ich sehe grad nach, auch schon über 10 Jahre her.
Needle sharing ist m.E. einer der überbewertetsten, langweiligsten und plattesten elektronischen Indu ODER Billigdnb ODER Drum n Noise whatever Acts überhaupt, es gab genau einen einzigen guten Track von denen, nämlich Kick start und alles andere bestach immer wieder durch allerpeinlichste Ultranerv-Samples, allerabgenudelste Standardsounds und tunes und die totale Langweile und Eintönigkeit in Bezug auf Arrangement, Fills und Samples, nur ein Artistbeispiel von vielen. Immer, wenn auf Indusamplern ein Track von Needle sharing kam, dachte man, die CD sei durchgelaufen und iwer hätte irgendeine schlechte CD nachgeschoben auf gut Glück, die sich dann gerade als totale Arschbombe des Monats rausgestellt hätte von inem drittklassigen "DnB Produzenten" aus der siebten Klasse mit schlechtestestem Humor (Samples) und auch sonst keinerlei nennenswertem Ansatz von Gefühl für Energie, Spannung oder Innovation oder überhaupt Gefühl für Sound. Als ich die im Interview vom Maschinenfest-Film gesehen hab, wurde mir so einiges klar. Man sollte eben auch keine talentfreien Türsteher unter Vertrag nehmen, egal wie viel Schulden man bei denen noch hat und wie fies die sonst werden können, wenn sie wieder schlechtes Koks erwischt haben und Rum drauf getrunken haben.
Überwiegend bring ich heute Ad N. mit Fahrstuhlambient, Prollostudenten-Dubstep und anderen verwässerten Formen von seichter elektromucke, die iwie underground sein soll, aber dann doch keine Eier hat, in Verbindung, die Party(mucke) geht anderswo und die Innovation erst recht. Und als ich den Stand von Ad N. mit der ganzen optischen Inszenierung drumherum schon beim Maschinenfest vor zwei Jahren gesehen hab, kam mir schon das kotzen, ging schon los mit der größenwahnsinnigen an Imperialismus grenzenden Fahne oder Plakat darüber, so voll auf "wir sind hier der Boss" gemacht als wär man Stolz, der Mercedes Benz Fahrer der "Underground" Labels zu sein. Trägst du auch Rolex oder nur die von Needle sharing? Dass eine von deren letzten Scheiben "Gang Bang" hieß, passte iwie wie Arsch auf Nachttopf, aber naja, muss ja auch nicht immer um Inhalte oder sowas gehen, hauptsache, die Verpackung stimmt.
Wer würd den Scheiß (z.B. Needle Sharing) beachten, würde Ad N., also du, diese Vögel nicht so übertrieben hypen? Ein weiterer Vergleich zu Nuclear Blast mit z.B. Dimmu Borgir oder ihren "christlicher Black Metal" Bands damals, oder total wichtigen Bands wie "Hammerfall" und wie sie alle heißen. Schrecklich.
Ja, ansonsten nerven mich noch zig Sachen an Ad N., dass für mich immer so das umwandeln von mal cool gewesenen Sachen in massenkompatible Grobmo-dicke Hose kleiner Schwanz-Bass Mucke mit Fahrstuhlmellows und Trittbrettfahrerbeats, je nachdem was grad in ist, sich also gut verkaufen lässt, mit für nichts stehender hübsch anzusehender Digipack-verpackung.
Das für nichts stehen kann ich ungefähr so begründen, denn dieser Song müsste sich auch an die gefühlte Haupt-Zielgruppe von Ad Noiseam richten:
Reicht das fürs erste als Anfang einer plausiblen Begründung?
ZitatÜberwiegend bring ich heute Ad N. mit Fahrstuhlambient, Prollostudenten-Dubstep und anderen verwässerten Formen von seichter elektromucke...
Verdammt, jetzt wo ichs lese: Ich muss mal wieder bei Ad Noiseam ordern
Ich hab mal wieder alles überflogen hier, aber wo liegt jetzt das Problem? Das Theater nur weil ADN mal klein war und nun größer geworden ist? Zuviele Styles verfolgt? Das Ganze scheinbar super läuft? Die Bands miese sind? Wenn doch keiner Bock auf das Ding hat, dann soll woanders kaufen. Immer das Theater. "SBM ist kakke weil geldgeil", "Important Records ja sowieso", "Inapt will auch zuviel Geld", "ADN ist eh das prollolabel", na dann kaufts doch woanders.
Zitat von Trucker-Jack Ich hab mal wieder alles überflogen hier, aber wo liegt jetzt das Problem?
Man kann, wenn man will, mit großer Geste behaupten: Der Egozentrismus in unserem Hedonismus hat einen derart luxuriösen Hochmut zur Ausprägung, dass nichts der Verachtung durch diesen Dünkel Gerechtigkeit zukommen kann, was zum Niederblick zwingt.
Genau über das Warum tauschen wir uns aus. Nicht gelesen? Ich habe mich mit Dir zwar schon oft über alles mögliche unterhalten., aber auch noch nicht etwas ergiebiger austauschen können, wo Du mir endlich mal Deine Meinung (egal, wie sehr sie meiner z.B. widerspricht) untermauert hast. Da wir hier nun schon in einem Forum sind: für mich sind die es die Beiträge "kein Streit-Leute" und wieder gehen, die keinen Sinn machen.
Na gewisse Dinge überfliege ich gerne, weil man es doch schon kennt. Da passt das "kein Streit Leute" ganz gut, jau
Ich muss halt feststellen, das zig Shop- und Labelowner meist nur negative Dinge am Label nebenan lassen, bzw. das Konkurenzdenken echt übertrieben ist. Irgendwann nervt es halt nurnoch.
Ich persönlich bin froh, das es ADN gibt. Hier komme ich fix an Murder Channel Zeug, an n5MD und der labeleigene Output ist auch meist okay. Was ich nicht mag, kaufe ich nicht, was mir zu teuer ist, kaufe ich bei der Konkurenz. Rabatt passt und mir ists sowas von latte ob ein Shop nun Untergrund oder Kommerz ist...
Zitat von Trucker-Jack Ich muss halt feststellen, das zig Shop- und Labelowner meist nur negative Dinge am Label nebenan lassen, bzw. das Konkurenzdenken echt übertrieben ist. Irgendwann nervt es halt nurnoch.
Das ist nicht übertrieben, sondern die Realität. Und mal reduziert auf was ganz Banales der Grund, warum es den Menschen überhaupt noch gibt. Wille zum Überleben. McDoof vs Würgerschling, Pepsi vs Coca Cola machen das auch.
Die nerven auch. Also mich zumindest. Aber die dürfen das wahrscheinlich wieder, bzw. das ist egal. Die kleinen, da ist das irgendwie doof. Siehe Labelthread.
Das soll keine Unterstellung sein, so hast Du das natürlich nicht gesagt, aber für mein Empfinden klingt da dieses Thema wieder mit an. Warum darf ich Label X nicht scheisse finden? Zumal es nicht mal trennbar ist, ob ich das als Labeltyp in der Selbstmitleidskrise mache, oder einfach als Musikhörer, der sich einen Stapel CDs gekauft hat und enttäuscht ist.
Na es ist son typisch deutsches Ding, das alle die Selbiges wie ich machen Konkurenz sind, die ich hassen sollte. Jeder von denen kann mir gefährlich werden und jeder von denen will nur meine Kunden. Sowas nervt.
Vielleicht lebe ich ja in meiner bunten Welt, wo mein Mitbewerber noch mein Freund ist, oder es mir mindestens egal ist, was er macht. Würde Label XY seine Scheiben verschenken, wäre es mir auch latte, weil Ziel muss es sein, das ich persönlich etwas bei mir ändere, um meinen Shop/Label/etc. zu pushen und nicht ständig schaue, was die Leute drumrum machen. Klar kann ich mir hier Ideen und Anregungen abschauen, aber den anderen Schlecht machen ist für mich etwas, was nicht geht.
Ich will nicht sagen, das ich nicht schon über den ein oder anderen Shop geschimpft habe, manche sogar verfluche, aber mit denen mache ich nun halt nichts mehr und gut ists. Vielleicht sehe ich es gelassener, weil ich davon nicht leben muss, wie manch anderer.
Zitat von minorWarum darf ich Label X nicht scheisse finden? Zumal es nicht mal trennbar ist, ob ich das als Labeltyp in der Selbstmitleidskrise mache, oder einfach als Musikhörer, der sich einen Stapel CDs gekauft hat und enttäuscht ist.
Klar darfst du Label XY doof finden, aber wenn du es seit Jahren doof findest, warum kaufst du dort noch immer CDs? Spar dir die Trauer und den Ärger doch
Zitat von Trucker-JackNa es ist son typisch deutsches Ding, das alle die Selbiges wie ich machen Konkurenz sind, die ich hassen sollte. Jeder von denen kann mir gefährlich werden und jeder von denen will nur meine Kunden. Sowas nervt.
Das ist nicht deutsch, sondern amerikanisch. Marktwirtschaft, Kapitalismus, und sowas, nicht wahr... Und das ist Luthers Schuld (Max Weber: Wirtschaftsethik des Protestantismus) Das hatten wir an einem trägen Reformationstag damals im Coreboard herauskristallisiert.
Zitat von Trucker-Jack weil Ziel muss es sein, das ich persönlich etwas bei mir ändere, um meinen Shop/Label/etc. zu pushen
Äh? Auch leider nicht richtig. Idealismus mal ausgeklammert, wenn die verwöhnten Typen deine Flyer lasch finden, weil sie photokopiert und nicht Hochglanz sind, dann kann ein Label den nettesten Betreiber haben, sie finden sie einfach lasch. Und in den meisten Fällen geht's bei sowas gar nicht so sehr um Style, sondern einfach um Kostengründe.
Zitat von Trucker-JackKlar kann ich mir hier Ideen und Anregungen abschauen, aber den anderen Schlecht machen ist für mich etwas, was nicht geht.
Verstehe ich voll und ganz. Das ist aber in diesen Threads m.E. nie passiert. Es waren Meinungsäußerungen, die Bezug auf das Label als Marke haben, das ist richtig, aber nicht persönlich wurden. In erster Linie war es eine inhaltliche Auseinandersetzung über den Status von elektronischer Musik, die sich aus Werbung für eine neue VÖ eines Labels ergeben hat. Schlecht machen wäre: "der Typ von Minor verprügelt Meth-Schranzer, weil sie schlechte Zähne haben" und "ich habe gesehen, er klaut seine Platten bei Kaufland"
Zitat von Trucker-JackKlar darfst du Label XY doof finden, aber wenn du es seit Jahren doof findest, warum kaufst du dort noch immer CDs? Spar dir die Trauer und den Ärger doch
Hm, naja...ist nicht ganz so ereignisarm abgelaufen. Ich habe einen Stapel Adnoiseam-CDs zum diesjährigen Wave-Gotik-Treffen als Weitergabe bzw. Austausch von Promotionsmaterial bekommen. Also eigentlich hat jener sie kostenlos als Promotionsmaterial bekommen, mir hat er sie gegeben, weil das "meine Richtung" sei und ich für meine Zeug mal wieder kein Geld bekommen sollte. Am Ende hatte er noch welche im 2nd Hand-Kistchen, und dann wollte er mir einen guten Preis machen, wenn ich alle nehme. Mich hat mal wieder der grenzenlose Sammlerwahn übermannt, und dann bin ich den ganzen Tag mit ca. 15 CDs mit gelochtem Barcode oder abgeschnittenem Eckchen herumgelaufen. CDatakill, Larvae usw., wollte sehen, wie die jüngeren Sachen klingen. Das ist die Geschichte zu diesen Dingen. Als einfacher Konsument. Der andere Aspekt, als Label, wurde dann auch schon hier angesprochen.